Briefing in Zahlen: 7 Fragen zur Unit-Ökonomie
Die meisten Briefings beginnen mit „wir brauchen eine schöne Website“. Das ist der falsche Start. Bevor wir ein Pixel zeichnen, reden wir über Einheiten, Margen und Ziele — weil daraus alles andere folgt. Wer seine Unit-Ökonomie nicht kennt, kann auch kein ROMI versprechen. Hier sind die sieben Zahlen, die wir im ersten Gespräch hören wollen.
Die sieben Fragen, die zählen
- Was ist Ihr durchschnittlicher Warenkorb pro Kunde?
- Wie hoch ist der Deckungsbeitrag — nicht der Preis?
- Wie viele Leads brauchen Sie pro Monat, um planbar zu sein?
- Wie teuer ist Ihnen ein Lead heute, aus welchem Kanal auch immer?
- Welche Conversion-Rate hat die aktuelle Seite, falls es sie gibt?
- Welches Ziel-ROMI muss die Kampagne erreichen, um sich zu lohnen?
- Wie sieht Ihre 12-Monats-Roadmap aus — was kommt nach dem Launch?
Warum die Logofarbe später kommt
Farbe und Font sind Geschmack und in einer Stunde geklärt. Die Unit-Ökonomie dagegen bestimmt, ob wir überhaupt werben dürfen, wie viel Traffic wir brauchen und welche Landingpage trägt. Wer sie verschweigt, baut ein schönes Boot ohne Wasser. Wir fragen deshalb zuerst hart, nicht weil wir kühl sind, sondern weil wir Ergebnis schulden, nicht Ästhetik.
Ein Briefing ohne Zahlen ist ein Wunschzettel. Ein Briefing mit Unit-Ökonomie ist ein Bauplan.
Was wir daraus bauen
Aus den Antworten entsteht ein Plan in Zahlen: wie viel Traffic, welche Conversion, welcher Lead-Preis, welches ROMI. Erst dann entscheiden wir über Stack, Design und Kanal. So wird aus dem Projekt kein Blindflug, sondern ein gerechnetes Wachstum — und Sie wissen vor dem ersten Rubel, wo er landet.
Was wir nicht fragen — und warum
Auffällig ist, was in einem guten Briefing fehlt: die Lieblingsfarbe, das bewunderte Konkurrenz-Design, das „wir wollen wie Apple“ . Das sind Geschmacksurteile, keine Geschäftsgrundlagen. Sie kommen später, wenn das Gerüst steht. Wer zuerst über Optik redet, verliert die Zeit, in der das Wichtigste geklärt werden müsste: Woher kommt der Umsatz, und wie viel davon dürfen wir für ihn ausgeben.
Ein kleines Rechenbeispiel
Nehmen wir ein Beratungsangebot mit 50.000 Rubel Warenkorb und 60 % Deckung. Pro Kunde bleiben 30.000 Rubel. Liegt der Lead-Preis bei 1.500 Rubel und schließt jede fünfte Anfrage, kostet ein Kunde 7.500 Rubel — ROMI über 300 %. Plötzlich ist klar: Wir dürfen werben, dürfen eine schnelle Seite bauen, dürfen investieren. Ohne diese eine Rechnung bleibt alles Mutmaßung. Genau deshalb beginnt jedes Projekt bei uns mit den Zahlen, nicht mit dem Moodboard.
Die Antworten sind ein Wettbewerbsvorteil
Wer diese sieben Zahlen sauber kennt, gewinnt nicht nur ein besseres Angebot, sondern einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Denn die meisten Anbieter raten bei Lead-Preis und Conversion, während Sie planen. Im Verkaufsgespräch mit Kunden, Investoren oder Partnern wirkt ein gerechnetes Modell sofort glaubwürdiger als ein Gefühl. Wir helfen Ihnen gern, die Zahlen zu schärfen — und nehmen sie direkt in die Strategie, damit aus dem Briefing ein messbares Wachstum wird, nicht nur ein hübsches PDF.
Wie wir das Gespräch führen
Das erste Gespräch dauert bei uns selten länger als vierzig Minuten, liefert aber mehr Klarheit als mancher Zehn-Seiten-Workshop. Wir hören zu, stellen die sieben Fragen, skizzieren grob den Pfad und sagen ehrlich, ob wir überhaupt der richtige Partner sind. Wer nicht in unser Profil passt, hört das sofort — wir vergeuden weder Ihre noch unsere Zeit. Ein gutes Briefing ist kein Verkaufsgespräch, sondern der erste Tag eines Projekts, an dem das Ergebnis schon entschieden wird.
Fazit
Bereiten Sie diese sieben Zahlen vor, bevor Sie eine Agentur anrufen. Sie sparen zwei Meetings und bekommen ein Angebot, das hält, was es verspricht. Wir antworten ohnehin innerhalb eines Werktags — und das erste Gespräch gehört Ihnen, nicht unserem Verkaufsblatt.
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